18. Oktober 2016
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Schüler der KGS Schneverdingen arbeiten die 40-jährige Geschichte ihrer Schule auf

 

Schneverdingen. So alt wie die Stadt Schneverdingen ist auch die dortige Kooperative Gesamtschule. Sie nahm 1976 ihren Betrieb auf – in dem Jahr, in dem die damalige Gemeinde die Stadtrechte verliehen bekam. Eigentlich wollten die Schneverdinger ein Gymnasium, aber da spielte das Land Niedersachsen nicht mit. Es lehnte den Schneverdinger Antrag von 1966 ab. Dafür genehmigte es der Gemeinde zwei Jahre später eine Gesamtschule. Daraufhin in wurde 1974 in Schneverdingen eine Orientierungsstufe eingerichtet, bevor 1976 die Gesamtschule gegründet wurde.

 

Schrift über das 20-jährige Bestehen der Schule

 

40 Jahre später haben Schüler und Lehrer während der jüngsten Projektwoche die Geschichte der größten allgemeinbildenden Schule im Heidekreis aufgearbeitet. Sie sahen Jahrbücher durch, stöberten im Stadtarchiv und recherchierten im Internet. Zugute kam ihnen dabei eine vom Förderverein herausgegebene Schrift über das 20-jährige Bestehen der Schule 1996. Das von Lehrer Hans-Otto Brockmann und seinen früheren Kollegen Uwe Nordhoff und Uwe Wehmeier geleitete Projekt sei informativ gewesen und habe Spaß gemacht, berichtet der 16-jährige Merlin Schröder. Die Schüler unterteilten die 40 Jahre in Dekaden und trugen jeweils die wichtigsten Ereignisse zusammen. Teilweise verglichen sie auch, wie sich die Kleidung der KGSler und ihr Verhalten über die Jahre hinweg verändert ha en. So sei zu beobachten, dass heute eher Markenklamotten getragen würden als noch vor zehn Jahren. Der Unterricht sei strukturierter, und die Schüler hinterfragten mehr als damals.

 

Schüler können seit 1994 das Abitur ablegen

 

Im Hinblick auf die Schülerzahl hat sich an der KGS wenig verändert. 1976 wie heute waren es knapp 1600 Schüler. Dazu kom- men rund 130 Lehrer. Die Schülerzahl war nach der Gründung kontinuierlich auf 820 im Jahre 1989 gesunken und danach wieder gestiegen. Ein Meilenstein war für die Schule das Jahr 1994: Da ging der erste Oberstufenjahrgang an den Start. Seither können Schüler in Schneverdingen das Abitur ablegen.

Die verschiedenen Schulzweige sind an der KGS auch räumlich zusammengewachsen. 2003/2004 wurden Gymnasium und Realschule mit einem Erweiterungsbau verbunden. 2008 kam das Mensagebäude hinzu, das auch die Schulbücherei und das Ganztagsbüro beherbergt. Die 5. und 6. Klassen sind seit jeher im Nebengebäude, der früheren Orientierungsstufe, untergebracht.

Wichtig war den Schülern aus der Projektgruppe, die Berufsorientierungsprogramme Jobwärts und Azubiwärts vorzustellen und die Auszeichnungen – unter anderem einen zweiten Platz im Wettbewerb „Starke Schule“ – festzuhalten. Sie schrieben aber auch auf, wie die KGS auf besondere Vorfälle reagiert. So werden Schüler zu Konfliktlotsen ausgebildet, seit ein Schüler einen anderen mit einem Messer bedrohte.

Aufgefallen ist den Projektteilnehmern darüber hinaus, dass der 1993 gegründete Schulförderverein zwar von damals 28 auf heute 630 Mitglieder gewachsen ist. Bei 1600 Schülern sei dies „dennoch zu wenig“.   ph

 

QUELLE: Böhme-Zeitung vom 18.10.2016

 

 

40 Jahre im Überblick

 

Eckdaten aus der Geschichte

 

1966: Die Gemeinde Schneverdingen ersucht das Land Niedersachsen um Genehmigung für ein Gymnasium.

1968: Das Land bietet den Aufbau einer Kooperativen Gesamtschule als Schulversuch an.

1974: Die Orientierungsstufe wird eingerichtet.

1976: Die KGS Schneverdingen nimmt ihren Betrieb auf.

1977: Die Turnhalle wird eröffnet.

1986: Dächer und Mauern werden saniert.

1993: Ein Förderverein wird gegründet.

1994: Die gymnasiale Oberstufe startet.

2003/2004: Das Schulgebäude wird baulich erweitert.

2004: Die ersten Ganztagsangebote werden eingeführt.

2007/2008: Das Mensagebäude wird errichtet.

2010: Das Blockmodell (je zwei Unterrichtsstunden bilden einen Block) wird eingeführt.

2011: Mit Jobwärts wird das erste Berufsorientierungsprogramm gestartet. Es folgen Azubiwärts und Uniwärts.

 

Die Schulleiter in zeitlicher Reihenfolge
Oskar Eckert, Günter Nielebock, Waldemar Lück, Wolfgang Winter, Mani Taghi-Khani.

 

 

 

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