28.11.2017
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Von Hogwarts nach Schneverdingen

 

Quidditch: Schneverdinger Schüler versuchen sich an der Sportart aus den Harry-Potter-Romanen

 

Von Luise Heineking

Schneverdingen. In entfernter Anlehnung an den Flugsport aus Harry Potter wird an der KGS Schneverdingen nun ein abgewandeltes Quidditch gespielt – eine Basketball-Variante, allerdings mit vielen Ausnahmen. Im Grundsatz geht es in beiden Spielen ums Körbewerfen. Sportlehrer Klaus Hebenbrock lässt dafür zwei Mannschaften mit jeweils zehn bis zwölf Schülern aufs Spielfeld.

Zu Beginn des Spiels stehen die Teams, je auf ihrer Seite der Halle, mit dem Rücken an der Wand hinter den Basketballkörben. Wird die Partie angepfiffen, stürmen die Spieler zur Mittellinie, um die dort liegenden Bälle aufzunehmen.

Erste Unterschiede zum Basketball zeigen sich in der Punktezählung. Jeder Korb bringt zehn Punkte, wird der orangene Ring getroffen, zählt der Treffer zu fünf Punkten. Außer einem Basketball befinden sich zwei Softbälle im Spiel, sogenannte Klatscher. Ziel ist es, dem eigenem Team mithilfe dieser Softbälle Vorteile zu verschaffen. Bewirft ein Spieler einen Gegner mit einem Softball und fängt der den Ball nicht, muss der Getroffene eine Strafrunde ums Spielfeld laufen.

Für den Fall, dass es dem gegnerischen Spieler gelingt, den Softball zu fangen, muss der Werfer die Strafrunde laufen. Bekommt ein Spieler aus der eigenen Mannschaft einen Softball zugepasst, muss er stehen bleiben, bis er den Ball weitergegeben hat.

Je nachdem wie viel Zeit für das Spiel eingeplant ist, bringt Hebenbrock zu einem gewissen Zeitpunkt einen Tennisball – oder Schnatz – ins Spiel. Im Normalfall steuert das Spiel jetzt dem Ende zu, denn der hochbegehrte Schnatz kann eine Wendung ins Spiel bringen, oder der führenden Mannschaft einen klaren Sieg bescheren – ein Treffer mit dem Schnatz bringt 100 Punkte. Dazu muss der Schnatz gegen das Brett des Basketballkorbs der Gegner geworfen werden. Verfehlt der Ball das Ziel, gilt es, den Schnatz möglichst in den eigenen Reihen zu behalten und den Wurf erneut zu versuchen.

Gelingt es einer der Mannschaften den Schnatz punktebringend einzusetzen, endet das Spiel und die Teams finden sich zusammen, um die Punkte zu zählen. Laut Hebenbrock kommt die Spielidee, die sich auch bestens zum Aufwärmen eigne, bisher gut bei den Schülern an. „Das komplexe Spiel fordert neben der Ausdauer auch die Selbstverantwortung und Ehrlichkeit der Kinder und Jugendlichen, denn die eigens erzielten Punkte zu zählen und zusammenzurechnen, liegt bei jedem Schüler selbst“, so Hebenbrock. Neben Fairness, komme es natürlich auch auf den Spaß an und den „haben sowohl Sechst- als auch Neuntklässler“.

 

Quelle: Böhme-Zeitung vom 22. November 2017

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